Die Kräuter aus unserem Gebiet

Erkennen Sie, pflegen, kochen und speichern Kräutern

Acetosa

Die Verwendung von aromatischen Kräutern beim Kochen hat eine lange Geschichte. Der genaue Zeitpunkt, an dem der Mensch zu kochen begann, ist zwar nicht bekannt, doch wissen wir mit Sicherheit, dass die appetitlichen Kräuter von Anfang an verwendet wurden. Zu Beginn benutzte man die Kräuter, die die Natur bot; es wurde experimentiert und was schmeckte, wurde genommen.

So konnte der Mensch entscheiden, welche Pflanzen ihm bekamen oder am besten schmeckten und er entdeckte, welche giftig waren. Vom Instinkt geleitet, begann er sie als Würze einzusetzen, wahrscheinlich sogar bevor er mit dem Feuer zu kochen begann. Mit Beginn der Kultur betrieb man die Kräutersuche professionell und man begann, sie zu züchten. Es existieren Dokumente, die belegen diese Züchtungen und deren Verbrauch in Ägypten, China, Indien, Arabien, Persien und Griechenland. Man benutzte sie nicht nur beim Kochen, sondern auch während Zeremonien, bei Ritualen in der Zauberei und später auch in der Medizin.

Das wird in einem Schreiben von Hippokrates über antike Medizin noch untermauert, in dem man glaubt, dass die Medizin beim Kochen entstanden ist. Auch Plinio der Ältere erzählt uns in seiner "Naturalis Historia" von keltischen Kenntnissen über diese Kräuter: die Druiden ordneten jeder Kräuterart eine bestimmte Stellung der Sterne zu und sie waren auch sehr überzeugt von der Wichtigkeit des Mondeinflusses. Die Pflanzen wurden nicht nur als Basis zur Herstellung von Arzneimitteln und Lebensmitteln benutzt, sondern sie wurden auch bei Ritualen in der Zauberei und bei Wahrsagungen eingesetzt. Dadurch bekamen sie große symbolische Bedeutung. So kam es, dass aromatische Kräuter eine eigene Tradition und vor allem eine bestimmte geographische Entwicklung entfalteten.

Nicht immer war diese Entwicklung ursprünglich: wenn wir zum Beispiel die Kräuter, die in Großbritannien benutzt wurden, betrachten, ist es interessant zu wissen, dass sie oft von den Römern importiert wurden. Nachdem man genaue Kenntnisse über die kulinarischen und medizinischen Eigenschaften erwarb, wurden die Gewürze geboren. Die Kräuter kommen meistens aus der italienischen Mittelmeergegend.

Die Gewürze während der Römerzeit stammten dagegen aus Afrika. Beides konnte man statt Salz verwenden - dieses war zur damaligen Zeit sehr teuer - um den Gerichten Geschmack und Würze zu verleihen. Doch das erwies sich als Vorteil, denn die Verwendung frischer Kräuter reduziert den Salzverbrauch, was ja sehr gesund ist. Außerdem enthalten Kräuter sehr viel wichtige Inhaltsstoffe, Vitamine und Mineralien, die für den Organismus unerlässlich sind. Verschiedene Bauernhöfe aus der Provinz Mantova züchten heute noch frische Kräuter und pflücken natürliche Pflanzen, um diese insbesondere zum Kochen zu verwenden.

 

Die Zauberkraft der Kräuter

Die Druiden waren gute Zauberer, wir würden sie heute Kräutersammler nennen. Mit Kräutern kann man eben einzigartig zaubern..............

Schwarzer Holunder ist ein natürlicher Strauch, den wir an Gräben und an Dämmen entlang finden. Die Tradition erzählt, dass mit seinem Holz Zauberstäbchen gemacht wurden. Folgendes Verfahren wurde der bäuerlichen Tradition nach bei Hämorrhoiden angewandt: ein Holunderzweig wird bei abnehmendem Mond gepflückt. Dann wird er auf der Brust (linke Seite des Herzens) mit einem Pflaster befestigt und 15 Tage dort belassen. Danach sollen die Hämorrhoiden verschwunden sein.

Außerdem gibt es den gesunden Holundersirup, der uns schwitzen lässt, den Kreislauf aktiviert, entschlackt und mit kochendem Wasser getrunken sehr hilfreich bei Husten ist. Aus schwarzem Holunder kann man Sirup, Marmelade, leckeres Eis, Sahne und Kuchen herstellen: nicht erschrecken - die Zunge könnte veilchenblau werden.

Der Zauber des Haselnussbaumes liegt in den Eigenschaften des Holzes, aus dem man besondere und wirksame Zauberstäbchen machen kann, die aber schwierig herzustellen sind. Wollt ihr wissen, ob mit eurem Partner alles gut läuft? Dann nehmt zwei Nüsse und schält sie. Nun nimmt jeder von euch eine Nuss in die Hand und dann werft ihr gleichzeitig die Nüsse in eine Schüssel voller Quellwasser: je nachdem, ob sie wieder auftauchen, werdet ihr wissen, ob euer Ehebund noch lange währt oder nicht.

Habt ihr Brennnesseln rund ums Haus? Pflückt nur die Spitze, kocht sie, püriert das Ganze, ein bisschen Quark und Gorgonzola hinzugefügt und schon habt ihr eine Soße für eure beliebteste Teigware: eine richtige Überraschung.

Einige Liköre die man mit natürlichen Kräutern herstellen kann: - LÖWENZAHN - aus der Wurzel kann man einen Magenlikör herstellen; - KAMILLE - Magenlikör, der warm getrunken wird; - ROBINIE - (Blüten benutzen), ein Likör mit feinem Geschmack; - HUNDSROSE - Die Früchte werden eingeweicht und dann als Likör weiterverarbeitet. Habt ihr Fieber und kein Aspirin im Haus? Esst viel Brombeerstrauchmarmelade und ihr werdet euch bald besser fühlen. Um einmal etwas anderes zu machen, versucht doch mal, Seifen herzustellen. Nehmt Jasminblumen oder Robinien und mengt sie unter Glyzerin - so bekommt ihr Seifen mit betörendem Parfüm und außerdem noch nette Geschenke für Eure Gäste


ZETTEL

Sauerampfer

Rumex. Acetosa L.

Er kommt sehr häufig in der Mantuanischen Gegend vor. Er wächst auf grasreichen Feldern, meist seitlich der Strassen am Graben entlang. Man kann ihn auf der Ebene sowie auf den Hügeln finden. Sauerampfer ist eine sehr aromatische Kräuterart. Man verwendet die Grundblätter und die aus dem Stamm, wenn sie nicht zu hart sind. Man kann ihn als Salat verarbeiten, er schmeckt dadurch allerdings sauer. Er kann auch gekocht werden, jedoch nicht in Stahlpfannen, denn dadurch bekommt er einen schlechten metallischen Geschmack. Durch Auflegen von frischen Blättern kann man Verletzungen und Wunden heilen. Im Fall von Blutarmut hilft ein Aufguss, der mit einer Handvoll frischer Blätter, die in kochendes Wasser gegeben werden, hergestellt wird. Die Blütezeit ist zwischen Mai und August.


Weissdorn

Crataegus Monogyna Jacq.

Er wächst natürlich oder wild an Sträuchern entlang und am Waldrandgebiet. Er kommt sehr häufig im ganzen Mantuanischen Gebiet vor. Essbar sind nur die Früchte (eigentlich falsche Früchte, die im Inneren die richtige Frucht enthalten, die wie eine oder seltener zwei Nüsse aussieht). Diese werden für die Herstellung von Marmeladen und Gelees benutzt. Ein Kennzeichen sind die vielen harten und spitzigen Dornen.

Die Früchte bleiben auf dem Baum bis Ende des Herbstes. Er kann als Beruhigungsmittel genutzt werden und im Fall von Herzschwäche stärkt er das Herz. Er wird oft als Aufguss hergestellt: ein Teelöffel getrockneter Blüten pro Tasse in kochendes Wasser geben. Nach einiger Zeit abseihen und dann davon zwei bis drei Tassen am Tag trinken.


Kapern

Capparis Spinosa L.

Die Pflanze wächst neben alten sonnigen Mauern auf den Hügeln. Meist rund um und innerhalb von Orten, da sie dort besser vor Frost geschützt ist. Die ersten Knospen erscheinen zwischen April und Mai. Man pflückt sie, indem man den Stängel, der sich unterhalb der Knospen befindet, abschneidet, noch bevor die Blüten sich öffnen. Man kann sie auch unreif pflücken. Die Knospen kann man in Salzlake oder in Essig konservieren. Sie werden auch benutzt, um Lebensmittel zu aromatisieren. Die Rinde der Wurzeln und die Knospen entwässern auch und lindern Beschwerden der Haut, wenn man unter starker Couperose leidet. Man bereitet einen Absud von 1,5 g Rinde in 100 ml Wasser zu.


Malve

Malva Sylvestris L.

Sie ist eine sehr gewöhnliche Pflanze, die in grasreichen, unbebauten Gebieten, am Straßenrand, an Gräben entlang, in der Nähe von Ruinen und neben Gebäuden wächst.

Die Blätter und die jungen Sprösslinge werden zu Suppen verarbeitet und können das ganze Jahraußer in der Winterzeit - gepflückt werden.

Sie ist eine sehr ausdauernde Pflanze. Außerdem ist sie in der medizinischen Anwendung sehr populär. Bei Husten, Schnupfen, Verstopfung und Darmentzündung ist sie sehr zu empfehlen.


Brennnessel

Urtica Dioica L.

Sie wächst überall, vor allem auf unbebautem Boden, oft in der Nähe von Ruinen, an Ufern entlang, am Straßenrand, am Fuße von Mauern, neben Hecken und auf Waldlichtungen.

Man pflückt die Spitzen der Pflanze, wenn sie noch zart sind. Man kann sie zu Suppe verarbeiten, als Beilage, gekocht (mit Öl und Zitrone gewürzt) und auch in der Pfanne gebraten schmeckt sie gut. Man benutzt sie auch um Nudelteig zu färben. Die Blätter werden von April bis September gepflückt. Sie hat entschlackende und reinigende Wirkung, ist nützlich gegen Blutarmut, verdauungsfördernd, hilft bei Verstopfung und erweitert Gefäßverengungen. Man bereitet einen Aufguss von 5 gr. Blättern in 100 ml Wasser, davon trinkt man alle 3 Stunden einen Löffel oder zur Entschlackung eine ganze Tasse einmal am Tag.


Spitzwegerich

Plantago Lanceolata L.

Man findet ihn auf Feldern, Weiden, unbebautem Boden und am Straßenrand.

Die Blätter werden im Frühling gepflückt, wenn sie noch zart sind, durch das Schneiden der Rosette an der Basis. Er wird gekocht, mit ein bisschen Essig und Öl gewürzt oder mit wenig Butter in der Pfanne gebraten.

Der Spitzwegerich gehört zu den gesündesten Kräutern, er ist bei Atemwegsbeschwerden geeignet, auch bei Krankheiten des Mundes, des Halses sowie bei Magenstörungen. Im Fall von Insektenstichen ist der Saft der Blätter sehr heilsam. Bei einer Bindehautentzündung bereitet man einen Aufguss zu.


Blasen-Pippau

Crepis Vesicaria L. subspecie Taraxacifolia

Er kommt in der Gegend von Mantua ziemlich häufig vor. Er wächst auf unbebautem Boden, an Ufern entlang und am Straßenrand.

Man muss ihn am Ende des Winters pflücken oder im Frühling, wenn der Stiel noch nicht blüht. Die Rosette wird am Hals geschnitten.

Er schmeckt sagenhaft als Salat, wird aber meistens gekocht gegessen und hat einen leicht bitteren Geschmack.


Klatschmohn

Papaver Rhoeas L.

Er ist eine sehr vielfach vorkommende Kräuterart, typisch in Getreidefeldern: wir finden ihn auch auf unbebautem Boden, bei Ruinen und am Straßenrand. Man pflückt die Rosetten an der Basis am Ende des Winters oder im Frühling, bevor die Blumenstiele erscheinen.

Die Blätter kann man gekocht, oder mit Butter und Öl in der Pfanne gebraten genießen. Man kann sie auch als Beilage bei einigen Gerichten benutzen. Er hat beruhigende Eigenschaften, ist schlaffördernd und hustenlösend.

Als Einschlafhilfe wird ein Aufguss empfohlen aus 5 gr. Blumenblättern in 250 ml Wasser.


Schwarzer Holunder

Sambucus Nigra L.

Sehr herkömmliche Pflanze im Mantuanischen Gebiet. Er wächst in feuchten Wäldern, an Ufern und Flüssen entlang und bei Hecken. Essbar sind die Blüten sowie auch die Früchte.

Vor allem mit den Früchten kann man leckere Marmeladen herstellen. Die Blüten, in Teig getaucht, können frittiert werden und sind mit Puderzucker bestreut sehr lecker als Dessert. Die Blüten pflückt man von April bis Juni, die Früchte im August und im September.

Schwarzer Holunder hat entwässernde Eigenschaften, abführende Wirkung, er wirkt antirheumatisch und gegen Nervenschmerzen. Man bereitet einen Aufguss aus 4 gr. Früchten in 100 ml Wasser zu.


Löwenzahn

Taraxacum Officinale WEBER

Er ist im Mantuanischen Gebiet leicht zu finden. Er wächst vor allem auf Feldern, auf gedüngtem und unbebautem Boden, in der Nähe von Ruinen, am Straßenrand und auf Waldlichtungen. Er blüht das ganze Jahr. Man schneidet die Pflanze unterhalb des Halses ab und entfernt die ganze Rosette. Man pflückt ihn am Ende des Winters oder am Anfang des Frühlings.

Gern wird er auch als Salat gegessen. Wenn die Blätter noch zart sind, kann man sie kochen, allerdings sind sie dann ein wenig bitter. Man kann einen wirksamen Magenlikör herstellen, der ebenfalls sehr hilfreich bei Appetitlosigkeit ist. Verwendbar sind der Saft, die Tinktur und der Aufguss. Es wird empfohlen, von einem Aufguss aus 3 gr. Wurzelstock in 100 ml Wasser drei bis vier Tassen pro Tag zu trinken.


Wie man Aromatische Kräuter Pflückt

Die Ernte von aromatischen Kräutern, vor allem den natürlichen, sollte gezielt sein. Man muss die Pflanze und ihre Bestandteile genau kennen. Am Anfang sollte man am besten mit erfahrenen Sammlern auf die Suche nach Kräutern gehen. Sehr wichtig ist vor allem die Reinigung, die bei Pflanzen, die am Straßenrand gepflückt wurden, sehr sorgfältig durchgeführt werden muss. Wenn man Kräuter pflückt, sollte man nicht mehr als 10% der Blätter entfernen, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Blätter kann man das ganze Jahr pflücken, am besten wenn die Blume noch nicht blüht. Blüten sollten gepflückt werden, wenn sie schon ganz offen sind.

Wie man Aromatische Kräuter Konserviert

Um sie zu konservieren, müssen die Kräuter zuerst getrocknet werden. Erst müssen eventuelle Reste von Erde entfernt werden, dann hängt man die Kräuter in kleinen Sträußen in einem trockenen Zimmer auf. Die Temperatur darf nicht zu hoch sein, da sich sonst das Aroma der Pflanzen verändert. Nach etwa einer Woche sind die Blätter bröckelig und trocken. Dann werden sie in dunkle, dicht schließende Glasgefäße oder in Terrakottagefäße gelegt. Wichtig ist es auch, dass die Kräuter sehr gut getrocknet sind. Es ist oft besser, noch einen Tag länger zu warten. Man kann Kräuter auch ohne weiteres einfrieren, dafür gibt es zwei Methoden: in kleine Plastikbeutelchen verpackt oder die Kräuter klein hacken, Eiswürfelbehälter damit zur Hälfte füllen, mit Wasser bedecken und in die Gefriertruhe geben.

KOCHREZEPTE

Suppe aus Brennnesseln

Herstellungszeit: etwa 45 Minuten

Zutaten: (für 4 Personen) - Eine grosse Handvoll Brennnesselspitzen, bereits gesäubert, - 1 kleines Zwiebelchen - 2 Karotten - 2 Kartoffeln, - ein Löffelchen gehackte Petersilie, - 70 gr. getrockneten Speck, - 30 gr. Butter, - 1,5 Liter Fleischbrühe, - 50 gr. Parmesankäse - Salz

Zubereitung: Speck und Zwiebelchen klein hacken und in Butter anbräunen, dann die klein geschnittenen Karotten sowie die geschälten und gewürfelten Kartoffeln dazugeben. Nun das Gemüse braun anbraten und alles ab und zu umrühren. Nachdem alles ein wenig weich gekocht ist, gießen sie die Fleischbrühe dazu. Falls nötig, fügen sie ein wenig Salz bei. Das Ganze circa 30 Minuten kochen lassen, dann die gewaschenen und grob gehackten Brennnesseln in die Suppe geben. Noch weitere 5 Minuten kochen lassen und zum Schluss noch etwas gehackte Petersilie drüberstreuen. Je nach Geschmack kann noch ein bisschen Parmesankäse beigefügt werden.

Kapern in Essig Eingelegt

Zutaten: - Kapern - vvEssig - Gewürznelke - Lorbeerblatt - Basilikum - Salz

Zubereitung: Die Kapern waschen und abtropfen lassen, dann auf ein mit einem Tuch bedeckten Holzbrett legen und gut trocknen lassen. Sie werden nun reichlich mit Salz bestreut, dann lässt man sie für zwei Tage durchziehen. Den Essig kochen (man rechnet einen Liter Essig pro Kilo Kapern), die Gewürznelke sowie ein Lorbeerblatt und Basilikum dazugeben. Das Ganze für etwa 2 Minuten kochen und dann vom Herd nehmen. Nun gibt man die Kapern mit etwas Salz, das man zum Bestreuen verwendet hat, in ein luftdichtes Gefäß und gießt den Essig darauf. Das Ganze muss nun kühl und trocken aufbewahrt werden.Vor dem Genuss bitte die Kapern mit kaltem Wasser abwaschen, um den starken Essiggeruch zu entfernen. Man kann sie einfach so oder mit Öl gewürzt essen. Am besten sind sie aber geeignet, um Soßen herzustellen oder Fleisch- und Fischgerichten einen besonderen Geschmack zu geben.

Schwarze Holunderbeer-Marmelade

Zutaten: - Reife schwarze Holunderbeeren - Zucker

Zubereitung: Die schwarze Holunderbeeren in kleinen Mengen gründlich waschen, dann in einem Sieb abtropfen lassen. Nun muss der Topf, in dem die Marmelade zubereitet wird, gewogen werden. Dann werden die Beeren von den Stielen befreit, dabei den Saft auffangen. Alles in den Topf geben und auf niedriger Flamme unter ständigem Rühren langsam köcheln lassen. Wenn die Marmelade eine mittlere Konsistenz erreicht hat, den Topf erneut wiegen, die Tara abziehen und pro Kilo Obst ein halbes Kilo Zucker dazugeben. Jetzt wieder solange auf den Herd stellen, bis die Marmelade eine bestimmte Substanz und Durchsichtigkeit erreicht hat. Noch heiß in die vorbereiteten Gläser füllen. Falls die Marmelade nicht zu süß gewünscht wird, dann pro Kilo Marmelade 1 gr. Salizylsäure beifügen. Die Marmelade kann nun zum Füllen von Pfannkuchen, für Kuchen, usw. verwendet werden.

Creme fur Trockene Haut aus Löwenzahn

Auf niedriger Flamme 25 ml Sojaöl und 25 ml Jojobaöl erwärmen und 25 gr. Kakaobutter im Wasserbad auflösen. Emulgieren sie die Öle und die Butter. Lassen sie 15 gr. Bienenwachs schmelzen und vermengen sie es gleichmäßig mit der anderen Mischung. Erwärmen sie einen Aufguss aus Löwenzahn, geben sie 0,65 ml Borax hinzu, dann das Ganze mischen und abkühlen lassen. Nach dem Festwerden geben sie 5 Tropfen Essenz-Öl hinzu. In dunkle Gefäße füllen und nicht zu warm lagern. Als gewöhnliche Morgen- und Abend-Creme verwenden.

Malve Aufguss

Für den inneren Gebrauch: Gegen Husten, Schnupfen, Erkältung und Darmentzündungen: 3 gr. in 100 ml Wasser geben. Eine Tasse zwei- bis dreimal am Tag langsam trinken.

Für den äußeren Gebrauch: Gegen Entzündungen an der Mund-Schleimhaut und im Hals, gegen entzündetes Zahnfleisch, bei Zahnschmerzen, bei geröteter Haut, Pickeln und Juckreiz: 5 gr. in 100 ml Wasser geben. Machen Sie damit Spülungen, Waschungen, legen sie mit Aufguss getränkte Tücher mehrmals am Tag auf die Haut.

Bücherkunde

- "Kräuter auf dem Tisch" von Giorgio Persico und Gianna Carra. Herausgabe Tre Lune 2003 - "Enzyklopädie der aromatischen Kräuter, Gewürze und Düfte" von Elisabeth Lambert Ortiz, Milano. Herausgabe Fabbri 1993 - "Führer der Früchte des Gemüsegartens" von Mariella Pizzetti. Herausgabe Mondadori 1980 - Cd-Rom Austellung der Arznei-Pflanzen der Provinz Mantua von Emilio Guiddotti

 

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