Mit dem Fahrrad unter den Moränenhügeln

Eine Reise zu den nördlichsten Teil des Mantuan

Der Mincio-Fluss
in der Nhe von Pozzolo

Als die Gletscher sich in den Norden zurückzogen, ließen sie zwischen der Ebene und dem Garda-See Felsenablagerungen, Ton und Steine zurück, die im Laufe der Zeit und durch den Einfluss der Menschen eine wunderbare Landschaft geformt haben: die Landschaft der Moränenhügel. Im mantuanischen Gebiet bedecken die Moränenhügel den nördlichsten Teil der Provinz, und bilden so ein hypothetisches Dreieck mit Grundfläche im Nordwesten in Castiglione delle Stiviere, im Süden in Volta Mantovana und im Nordosten in Ponti sul Mincio. Dieses Gebiet zeichnet sich im Osten durch den Lauf des Süßwassers des Mincio-Flusses, durch sein Geflecht von Straßen und Wegen sowie durch seine Landschaft mit gelben Mais-, Getreide-, Sonnenblumenfeldern und grünen Wiesen aus, wo sich die Weinreben und die Olivenbäume unter Steinbuchen-, Erlen-, Eichen-, Zypressen- und Weidenwäldern mischen. Typisch sind auch seine kleinen Dörfer und mittelalterliche Ortschaften, Zeugnisse der wichtigen Geschichtsereignisse, die diese Gegend geprägt haben. Unendlich sind hier die Möglichkeiten der Routen für Liebhaber des Fahrradtourismus.

über die wenig befahrenen Straßen und Fahrradwege kann man die malerischen Landschaften, eindrucksvolle mittelalterliche Ortschaften, wichtige Kunstwerke, bezaubernde und geschichtlich bedeutungsvolle Orte problemlos erreichen: ein wunderschöner Kontext, in dem es möglich ist, zu übernachten oder auch nur zu rasten. Zahlreiche agrituristische Betriebe stehen mit ihrer Gastfreundschaft zur Verfügung und bieten auch vom kulinarischen Standpunkt her einiges: traditionelle Aromen können hier gekostet werden, Parmesankäse DOP (mit geschützter Herkunftsbezeichnung), Öl aus dem Garda-Ostgebiet DOP und viele andere Köstlichkeiten können direkt beim Produzenten ausgesucht und gekauft werden. Jeder kann nach seiner persönlichen Ausdauer die Länge und Beschaffenheit der Strecke wählen, die für ihn am besten geeignet ist; dabei können Betriebe besucht werden, die in einem virtuellen Dreieck angeordnet sind; der Gipfel ist im Nordwesten in Castiglione delle Stiviere, im Nordosten in Ponti sul Mincio, im Süden in Volta Mantovana.

Castiglione delle Stiviere ist ein wichtiges Stätdchen in der Nähe des Garda-Sees, das seinen Ruhm speziell der Tatsache verdankt, dass hier San Luigi Gonzaga geboren wurde. Beim Aliprandi-Palast aus dem sechzehnten Jahrhundert, antikes Haus der gleichnamigen Familie, befindet sich das historische Aloisiano-Museum, das unter anderem Kunstwerke sowie wertvolle Gegenstände religiöser Kunst enthält. Einst war dieser Palast der Sitz des Kollegiums der Jesus-Jungfrauen.

Unter den vielen Kirchen in Castiglione ist die San Luigi Basilika zu nennen, die 1608 zusammen mit dem angeschlossenen Kollegium von den Jesuiten errichtet wurde, und in der die Urne, die den Schädel des Heiligen enthält, verwahrt wird. Das Internationale Museum des Roten Kreuzes im Longhi-Palast enthält verschiedene Zeugnisse der Bewegung des Roten Kreuzes, die nach den Kämpfen des Risorgimentos in Solferino und San Martino von Henry Dunant gegründet wurde. Ein wenig nördlicher, in San Martino kämpften die Piemontesen mit ihrem Führer, dem König Vittorio Emanuele II, gegen die Österreicher; am 24. Mai 1859 fand eines der blutigsten Ereignisse des Risorgimentos statt: das französische Heer angeführt von Kaiser Napoleon III kämpfte in Solferino gegen das österreichisch-ungarische Heer unter Befehl von Kaiser Franz-Josef. In Solferino steht noch die Burg, die sogenannte "Spia d’Italia" ("Kontrollturm Italiens"), ein quadratischer, 23 Meter hoher Turm, von dem aus die österreichisch-ungarischen Soldaten die Bewegung der feindlichen Truppen kontrollierten. Die Burg ist durch Piazza Castello zugänglich, wo sich einst ein Gonzaga-Schloss befand und von wo man einen weiten überblick über die umliegende Ebene hat. Andere bedeutende Bauwerke sind das historische Museum sowie die Kirche Ossario di San Pietro in Vincoli, wo die sterblichen überreste aller Kriegsgefallenen dieses Gefechts auf erbärmliche Weise verwahrt werden.

Wenige Kilometer südöstlich von Solferino liegt Cavriana mit der entzückenden romanischen Pfarrkirche (11.-12. Jahrhundert), die auf dem höchsten Punkt eines grünen Hügels gebaut wurde, der seit jeher ein Ort der Ruhe und der Andacht ist.

In Cavriana befindet sich auch das wichtige archäologische Museum des nördlichen Teils der Provinz Mantua, und zwar in der Mirra-Siliprandi Villa, die auf den Ruinen des Bonacolsi-Kastells von den Habsburgern errichtet und später durch die Gonzagas erweitert und bereichert wurde. Das Museum besitzt wertvolle Funde des ganzen Moränengebiets, von dem prähistorischen Zeitalter bis zur Renaissance.

Wenn man weiter Richtung Südosten fährt, erreicht man Volta Mantovana, ein Dorf mit engen und steilen Straßen, in dem besonders das Rathaus im Cavriani-Palast - früher Guerrieri-Gonzaga Villa -, hervorsticht, ein Musterbeispiel eines Renaissance-Residenzpalastes.

Fährt man weiter in Richtung Pozzolo, gelangt man zum nördlichen Teil des Mincio-Parks. In Pozzolo gibt es zwei ebene Straßen, die am Fluss entlang verlaufen: die Straße am rechten Ufer kann von Volta Mantovana erreicht werden: wenn man 2 km vor dem Dorf links abbiegt, kommt man auf diese nicht asphaltierte Straße, die nur von wenigen Autos von Fischern oder Touristen befahren wird; die andere Straße am linken Ufer läuft parallel dazu, beginnt an der Brücke bei Pozzolo, ist asphaltiert und nur für Radfahrer zugelassen.

Wenn man auf diesen Wegen den Fluss hinauffährt, kann man über Borghetto, Valeggio und Monzambano den Garda-See erreichen. Monzambano ist eine mittelalterliche Ortschaft am rechten Mincio-Ufer, und besitzt eine fast intakte mittelalterliche Burg mit breitem Umfang. Im Gemeindekreis von Monzambano, einige Kilometer westlich vom Hauptort entfernt, befindet sich das wunderschöne Dorf Castellaro Lagusello, die Perle der Moränenhügel. Inmitten einer Naturoase, dicht am eindrucksvollen See, bewahrt Castellaro Lagusello sein mittelalterliches Aussehen und steht somit in einem absolut einzigartigen Kontext, in dem sich die Burg aus dem dreizehnten Jahrhundert, die San Nicola-Kirche (aus dem siebzehnten Jahrhundert), das romanische Madonna delle Grazie-Oratorium.

Anche il profilo di Ponti sul Mincio, paese a soli 4 km dal lago di Garda, è dominato dai resti delle mura medioevali all`interno delle quali l`abitato si è sviluppato nel corso dei secoli.

La Parrocchiale, dedicata a Sant`Antonio Abate, è una costruzione del XVI° secolo e contiene interessanti opere d`arte.

Per le fotografie si ringrazia Toni Lodigiani e l`archivio fotografico APT

  • Mit dem Fahrrad unterwegs
  • Der kleine See in
Castellaro Lagusello
  • Die romanische Pfarre in Cavriana
  • Ponti sul Mincio und sein Mauerring befinden
  • Solferino:
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