Ein Ausflug ins Grüne

Vn den Ufern des Po Secchia

Revere

Ein Ausflug ins Grüne

Route: Fahrradstrecke Felonica-
Quistello
Länge: 50 km, Dauer: 4 Stunden (Pausen nicht
mitgerechnet).
Schwierigkeitsgrad:
einfach
Abfahrt: Felonica.
Ankunft:
Quistello.
Rückreise: mit dem Zug mit der Linie
Ferrara-Suzzara (Informationen zum Fahrradtransport unter der
Telefonnummer: 0386 61393).
Straßenbelag:
sowohl asphaltiert als auch nicht asphaltiert.
Empfohlenes
Fahrrad: robust, für holprige Straßen geeignet.

 

Die Abfahrt ist in Felonica. Dieses Dorf liegt an der Grenze zur Provinz Ferrara und ist einen Besuch wert. An erster Stelle steht zur Besichtigung die romanische Pfarrkirche der Heiligen Jungfrau auf dem Programm; diese wunderschöne Mathilde-Pfarre existierte schon im Jahre 944 und ist erst vor kurzem restauriert worden. Außerdem sehenswert ist der Cavriani-Palast, der zur Zeit Sitz des Rathauses ist. Die evangelische waldensische Kirche ist vom architektonischen Standpunkt her eher unscheinbar, hat aber eine besondere religiöse Bedeutung.

Auch die Pfarrkirche der Natività della Vergine di Quatrelle (Mariä-Geburt-Pfarrkirche von Quatrelle) aus dem achtzehnten Jahrhundert ist sehr interessant; Quatrelle kann von Felonica aus (6 km Entfernung) sowohl über die Landstraße, als auch über den Po-Damm, Richtung Ferrara, erreicht werden. Die empfohlene Fahrradstrecke beginnt am Kirchplatz der Pfarrkirche der Heiligen Jungfrau (Assunta). Von da aus fährt man auf den Flußdamm und hält sich links.

Nach Caposotto ereicht man dann Sermide. Vor dem Stadtzentrum ist es möglich, in der "Digagnola-Oase" zu rasten, die sich auf der rechten Seite des Vorlands befindet (folgen Sie den Schilderungen direkt am Flußdamm). Es handelt sich um ein naturbelassenes Gebiet mit seinem typisch feuchten Klima. Der Baumbestand und einige Turnübungen werden auf der Strecke mit Tafeln illustriert.

Das Zentrum von Sermide ist einen Besuch wert. Fährt man von der ersten Straße vom Damm ins Dorfzentrum ab, sieht man auf der rechten Seite die Kapuziner-Kirche von 1560, in dessen Inneren ein Monumentalaltar bewundert werden kann. Weiter im Zentrum befindet sich die neugotische SS. Pietro und Paolo-Pfarrkirche von 1865. Durch die Via Indipendenza erreicht man dann den Piazza del Municipio (Rathausplatz), wo sich ein Turm, überrest des antiken Kastells, erhebt. Hinter dem Rathaus liegt der kleine aber sehr hübsche Gonzaga-Platz.

Wenn man wieder den Po-Damm hinauffährt, kann man die Canottieri-Struktur sehen, die 1924 gebaut wurde. Sie diente zum Abladen der Kohle, die dann durch eine Hängebahn in die nahe gelegende Zuckerfabrik transportiert wurde; dieser einzigartige Bau hat einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss. Fährt man weiter, gelangt man zur Unterführung der Brücke, die die Provinz Mantua mit der Provinz Rovigo verbindet. Nach ca. 2 km erreicht man Moglia di Sermide, wo man von dem Damm aus die Kirche sowie den Glockenturm sehen kann, die noch aus der faschistischen Zeit stammen.

Wenn man auf unserer Strecke weiter fährt, erreicht man nach ca. 1 km die Urbarmachungsanlagen des Landes von Mantua/Reggio Emilia. Diese gegen Ende 1800 errichteten Gebäude sind nicht nur durch ihre zweifellos schönen architektonischen Formen vom künstlerischen Standpunkt her interessant, sondern haben auch eine historische und kulturelle Bedeutung, da sie den wesentlichen übergang der Wirtschaft dieses Gebiets andeuten: Sie zeigen, wie es dem Menschen zumindest teilweise gelungen ist, den Fluss zu beherrschen und wie er feuchte und ungesunde Flächen in fruchtbaren Boden verwandelt hat. Wenn man von der Anlage aus dem Damm folgt, erreicht man nach ca. 1.5 km das Kraftwerk der Nationalen Elektrizitätsgesellschaft (ENEL).
Nach dem Kraftwerk gelangt man auf der rechten Seite zu einer weiten Vorlandsfläche, wo man, wenn man Glück hat, die typischen lokalen Tiere sehen kann: Fasane, Hasen und Bussarde.

Auf der linken Seite trifft man auf die kleine Ortschaft Carbonarola.
Durch eine 200 Meter lange Umleitung bis zum Zentrum der Ortschaft, kann man die Pfarrkirche der Immacolata Concezione (der unbefleckten Empfängnis) aus dem Jahre 1649 mit ihrem typischen Ovalgrundriss bewundern.
Zurück auf dem Damm geht die Strecke weiter; in diesem Gebiet gibt es viele Stellen, wo man zur rechten Seite den Damm verlassen kann, um einige besonders eindrucksvolle Ausblicke am Po-Fluss zu bewundern.
Wie zum Beispiel nach 1.7 Km von Carbonarola, wo man ins Vorland gelangt, was zu einem breiten Strand führt; von der gleichen Abfahrtsstelle des Damms gelangt man nach 1 km zu einem kleinen Pfad auf der rechten Seite, der bis zu einer Aussichtsstelle am Fluss führt.

Nach 4.5 km erreicht man Carbonara di Po und, insbesondere, den Eingang in das Naturschutzgebiet "Boscone-Insel". Die Waldfläche ist für angenehme Spaziergänge im Unterholz sehr gut geeignet, wo es möglich ist, vielfältige Pflanzen und Blumen zu sehen. Außerdem können verschiedene Stand- und Zugvögel gesichtet werden. Nach dem Besuch des Naturschutzgebiets man den Damm in Richtung Dorf über einen Pfad verlassen, der sich genau gegenüber des Eingangs ins Naturschutzgebiet befindet.

An dem Punkt, an dem die Gemeindestraße die Landstraße kreuzt, befindet sich die Pfarrkirche der Assunta von 1795, die mit vielen Freskenmalereien geschmückt ist, die nur darauf warten, restauriert zu werden.

Fährt man 200 Meter vom Kirchplatz aus auf der Ferrara-Landstraße entlang, erreicht man auf der linken Seite die Bisighini-Villa vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, die ein bedeutendes Beispiel des Neujugendstils darstellt und Sitz des Gemeindeamtes ist.

Neben diesem Gebäude kann man die Gavazzoni-Villa bewundern, die sich im Privatbesitz befindet.

Von hier aus ist es möglich auf den Po-Damm zurückzugelangen, entweder über die nahegelegene Straße oder indem man die Landstraße weiterfährt, bis man auf der rechten Seite den Aufstieg zum Damm findet.

Ab dieser Stelle geht eine ca. 8,5 km lange Strecke auf nicht asphaltierter Straße weiter, die am Anfang ziemlich holprig ist, später aber dann angenehmer wird.

Vom Damm aus kann man die kleinen Ortschaften Borgofranco sul Po und Bonizzo sehen.

Hier endet die Vorlandsfläche und es beginnt eine Strecke, die am Po-Fluss direkt entlang führt. Durch eine eindrucksvolle Strecke, die auf der linken Seite von angebauten Feldern und auf der rechten Seite von dichter Vegetation mit Pappeln, Eschen und Ulmen gesäumt ist, und von der man den Lauf des Po-Flusses ab zu sichtet, erreicht man Revere.

Ab hier ist die Straße wieder asphaltiert und man kann die Brücke sowie das Wärmekraftwerk der Elektrizitätsgesellschaft ENEL sehen.

Revere hat seinen Besuchern viel zu bieten, sowohl architektonischen Charakters, als auch was seine vielfältigen Initiativen betrifft. Die befahrene Dammstraße führt direkt in das Dorf. Vom Kreisverkehr aus, auf den man gleich nach der Brückenunterführung kommt, folgt man der Ausschilderung "centro" (Zentrum) und gelangt so auf die Hauptstraße Corso Italia, wo sich die Pfarrkirche der Beata Vergine Annunziata (Heilige Jungfrau) befindet.

Dieses heilige Spätbarockgebäude wurde zwischen 1750 und 1775 gebaut; es hat eine typische Konvexfassade, geschmückt mit Rahmen, Lisenen, Bogennischen und Nischen mit gebogenen Giebeln; auch das Innere der Kirche ist wunderschön; es hat ein einziges Kirchenschiff sowie seitliche Altäre mit Fresken von Giuseppe Milani und zwei Bilder von Giuseppe Bazzani ("Mariä Verkündigung" und "Madonna mit Santa Chiara").

Von der Kirche aus fährt man auf der Hauptstraße weiter entlang der Arkaden aus dem fünfzehnten Jahrhundert und erreicht so das Uhrentor. Man folge den Schildern "Museo del Po" (Po-Museum) und "Mostre" (Ausstellungen): man gelangt so auf schnellstem Weg den Palazzo Ducale (Herzogspalast) (aus dem fünfzehnten Jahrhundert). Bevor man den Palast betritt, fällt einem der einzigartige Wachturm auf dem Platz auf.

In dem Palast gibt es viele sehenswerte Aspekte, die den Besucher beeindrucken: der Baustil des Gebäudes, in dem sich die Ursprünge der Festung, des Kastells sowie der Villa kreuzen; Freskenmalereien können an verschiedenen Stellen an den Wänden bewundert werden; das "Museo del Po" (Po-Museum), was sich im dritten Stock befindet, hat wunderschöne Säle, in denen verschiedene Elemente gezeigt werden, die die Verbindung zwischen den Menschen und dem Fluss veranschaulichen: archäologische Funde, der Flusstransport, die Kartographie, Mühlen und die lokale Tierwelt; im letzten Stock befindet sich das "Young Museum", eine Ausstellung und Sammlung von Bildern sowie von zeitgenössischen Skulpturen berühmter Künstler aus der ganzen Welt; diese Sammlung ist für ein so kleines Dorf der Poebene etwas ganz Besonderes und zieht Besucher aus der Ferne an.

Von Piazza del Castello aus über die Via Verdi erreicht man Via Argine Po. Fährt man weiter auf der Strecke, kann man auf der rechten Seite eine weitere Vorlandslandschaft und auf der linken Seite eine wunderschöne Aussicht von Revere bewundern. Nach ca. 3 km sieht man auf der linken Seite einen ehemaligen Schießplatz vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Von hier aus 600 Meter weiter befindet sich auf der rechten Seite ein Pfad, der zu einem Panoramablick führt.

Nach 1,5 km kommen Sie in Pieve di Coriano. Es kommt auf das Land durch den Abstieg, die führt direkt zum Kirchplatz, wo er mit der Gemeinde Matilda von 1085, die sich mit der Himmelfahrt der Jungfrau Maria.

Restauriert im Jahre 1922 und ausgestattet mit einem neuen Glockenturm im Jahr 1934, das romanische Gebäude seine ursprüngliche Schönheit und faszinierende auch das Innere mit drei Schiffen mit gemauerten Säulen.

Rückkehr in die Uferböschung Straße abgebaut, weiter links entlang der Straße Damm Lehrer. Einige Punkte entlang dieser Strecke sind asphaltiert. Ein Quingentole, etwa 6 km von Pieve di Coriano, gibt es einen Picknick-Bereich, genannt "Liegeplatz-Platz in Po."

Nach weiteren 1.5 km erreicht man die Burana-Bewässerungsanlage mit der Sabbioncello-Anlage in der Nähe der Stelle, wo der Secchia in den Po einmündet; der Großteil dieser Strecke ist nicht asphaltiert (ca. 6 km) und um den Po sehen zu können, muss man in einen der Pfade, die nach rechts abgehen, einkehren.

Wo die nicht aphaltierte Straße auf die Hauptstraße trifft, biegt man sofort nach rechts ein und überquert über die Brücke den Secchia-Fluss. Gleich nach der Brücke fährt man auf der Dammstraße links weiter.

Nun folgt man dem Secchia-Damm auf einer Strecke, die nur anfangs nicht asphaltiert ist, und kommt zur großen Trockenlegungsanlage.

Die Vegetation ist so dicht, dass es oft nicht möglich ist, das fließende Wasser zu sehen. Die asphaltierte Straße kann man ohne Probleme befahren, da sie eine verkehrsarme Straße ist.

Von hier erreicht man direkt Quistello. Am Ende der Dammstrecke überquert man die Brücke und fährt dann nach rechts, um zum Dorf zu gelangen. Hier kommt man zum Palazzo della Palestra, der vom örtlichen Architekten Giuseppe Gorni, zusammen mit Peppino Monaca gebaut wurde; das Gebäude wurde am Ende der 20er Jahre errichtet.

In der Via C. Battisti befindet sich die San Bartolomeo-Pfarrkirche, die 1600 unter Verwendung der Bausteine des abgerissenen Gonzagas-Kastells gebaut wurde: im großzügigen Innenbereich steht eine kleine aber wertvolle Kapelle. Der Bahnhof der Strecke Ferrara-Suzzara, durch die man mühelos zum Ausgangspunkt zurückkommen kann, ist vom Hauptplatz aus über die entsprechende Ausschilderung zu erreichen.

Wenige Kilometer von Quistello entfernt liegt "Artar Bikes" in Moglia, der ideale Ort für Fahrradliebhaber, mit einer großen Auswahl an Fahrrädern, einem Kundenservice sowie Ersatzteilen. Außerdem ist es während der Woche möglich, das Fahrradmuseum aus dem zwanzigsten Jahrhundert zu besuchen, das noch im Aufbau ist, aber schon viele interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. (Via IV Novembre 42, Tel. 0376 557720).

Wir danken der Agentur Innovazione e Sviluppo s.r.l.

 

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