Die Straße der mantuanischen Weine und der Aromen

Während der Provinz in den Bereichen Weinproduktion Mantua

Lotusblumen

Das zwischen Venetien und Emilia Romagna gelegene Provinzgebiet von Mantua ist abwechslungsreich und interessant. Es erstreckt sich vom Norden mit seinen leichten Hügeln, die in der Nähe des Gardasees liegen, bis zur wasserreichen Ebene mit seiner Fluss- und Seelandschaft.

Da unsere Provinz ein Kreuzpunkt zwischen Norden, Süden, Osten und Westen ist, birgt sie wichtige Zeugnisse ihrer ruhmreichen Vergangenheit.

Ihre Geschichte reicht von den Etruskern bis zu den Römern, von einem fruchtbaren Mittelalter (Mathilde von Canossa und die Benediktiner) bis zum Herzogtum der Gonzaga-Familie, die das ganze Gebiet geprägt hat, von den Nationsbefreiungskriegen bis zu den Bauernkämpfen, die zweifellos zum Fortschritt des Provinzackerbaus beitrugen. Die Berufung zum Ackerbau hat eine Küche geschaffen, die durch eine glückliche Intuition die Küche «der Prinzen und des Volkes» definiert wurde: Die Produktion der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und der teilweise durch Not bedingte Erfindungsgeist haben bewirkt, dass die Esskultur in Mantua zu einem der Highlights wurde.

Nicht zu vergessen ist auch sein Wein, der trotz seiner erst kurzlebigen Tradition schon eine hohe Qualitätsstufe erreicht hat, was nicht zuletzt auf den Eifer der Experten auf dem Gebiet zurückzuführen ist, die unter anderem für die Entstehung der Straße der mantovanischen Weine und Aromen verantwortlich sind.


Die Strecke

Die Straße schlängelt sich durch die ganze Provinz, konzentriert sich aber speziell auf die Produktionsgebiete des mantuanischen Weins: Die Hochebene Mantuas mit seinen Moränenhügeln des Gardasees und das Flachland Mantuas rechts-und linksseitig vom großen Po-Fluss.

In der Hochebene Mantuas fanden berühmte Schlachten statt, wie z.B. der Befreiungskampf von Solferino und San Martino. In diesem Gebiet treffen auch zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander, die von Venetien und der Lombardei. Die Moränenhügel Mantuas liegen auf einem Landstrich, der an die Provinzen Brescia und Verona grenzt, und sind nur einen Steinwurf vom Gardasee entfernt. Der Mincio-Fluss fließt durch dieses Gebiet und entspringt in Peschiera aus dem größten See Italiens, dem Gardasee. Leichte Hänge und kleine Täler lassen die Landschaft wellig und sanft erscheinen, und zwischen den Zypressen treten alte Festungen und antike Schlösser hervor. Die geographische Lage, das milde und durch den See bedingt windige Klima, die Beschaffenheit des Moränen- und Lehmbodens bilden den idealen Boden für die Weinrebe. Die lange önologische Tradition dieser Gegend wird durch die Nähe von anderen bedeutenden Weinkulturen bei Brescia und Verona noch bereichert. Ein wechselseitiger Austausch von Kenntnissen, Techniken und Reben hat die Qualität der Weine verbessert, besonders nach dem Erneuerungsprozess, der auf die Reblausinfektion im letzten Jahrhundert folgte. Heute bedecken mehr als tausend Hektar spezialisierte Weinrebe die Hügelgegend, einschließlich der Gebiete in den Gemeinden Ponti sul Mincio, Monzambano, Volta Mantovana, Cavriana, Solferino und Castiglione delle Stiviere. Der Wein "Garda Colli Mantovani" erhielt 1976 und 1997 die Auszeichnung "D.O.C.", die auch der Wein "Garda D.O.C." 1996 erwarb.

An der Poküste geht die jahrhundertealte Erfahrung und Tradition des Weinanbaus des Lambrusco Mantovano auf die Zeit der Benediktiner zurück. Die Mönche aus Polirone, ein klösterlicher Komplex, der als das Cassino des Nordens galt, hatten auf ihren Landgütern von Oltre Po den Pächtern eine Steuer in Form von Wein auferlegt. Auch in der Renaissance reisten die Weinfässer auf den alemannischen Straßen. Die rechte Seite der Poebene ist seit langer Zeit das Reich des Lambrusco Mantovano, "der Traditionswein", der am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts den Auswanderern nach Südamerika folgte und gleichzeitig auf den Tischen des Waldorf Astoria in New York erschien. Nach der 1987 erhaltenen Auszeichnung "D.O.C.", die seinen Qualitätssprung gesichert hat, ist dieser Wein noch auf dem Weg nach Europa und den Vereinigten Staaten.

Er kann daher als önologisches Aushängeschild der Basso-Mantovano-Ebene und als wichtige Ergänzung der Lebensqualität betrachtet werden. Er wird in zwei verschiedenen Gegenden hergestellt, die geographisch durch den Po getrennt werden: Viadanese-Sabbionetano am linken Ufer und Oltre Po Mantovano auf der rechten Seite. Auf den Strecken, gerade weil sie auch Aromastraßen sind, finden Sie "Agriturismi" und Restaurants, die traditionelle und raffinierte Gerichte anbieten. Viele mantuanische Restaurants werden in den berühmtesten Wein- und Gastronomieführer empfohlen. Ein ganzes Netz von Lokalen garantiert die traditionelle Gastfreundschaft Mantuas, die aus gutem Essen, gutem Wein, Kunst, Geschichte, Kultur und Herzlichkeit besteht.

Auf dem hügeligen Weg möchten wir Sie auf wertvolle Denkmäler hinweisen: das Aloisiano Museum, den Dom und das Museum des Roten Kreuzes in Castiglione delle Stiviere; Villa Mirra-Siliprandi, die als archäologisches Museum des Alto Mantovano (Hochebene Mantuas) dient und die romanische Pfarrkirche in Cavriana; die alten Schlossmauern und die San-Michele-Kirche in Monzambano; das mittelalterliche Dorf von Castellaro Lagusello, wo das traditionelle Traubenfest jeden dritten Sonntag im September stattfindet; ein weiteres Schloss aus dem zwölften Jahrhundert, die San-Nicolò-Kirche und der Betsaal des sechzehnten Jahrhunderts in Ponti sul Mincio; der Gonzaga-Cavriani-Palast, Villa Venier und die Burg (1022) in Volta Mantovana. Diese Burg, die über die darunter gelegene Ebene thront, galt als «Spion Italiens» während der Befreiungskämpfe und ist heute ein Museum des Risorgimento. Erst kürzlich ist der Mincio-Park eröffnet worden, der sich von der Flussquelle bis zu seiner Mündung erstreckt. Beachtenswert sind auch: der alte Fontanawald, in dem ein Jagdhaus der Gonzaga-Famile liegt; der Bertone-Park und der Oglio-Südpark, in dem die Naturoase der Bine liegt. In der Nähe der Mündung des Mincio-Flusses in den Po gibt es eine der letzten erhaltenen Schiffsbrücken.

In Mantua, wo die Strecke durchführt, kann man zahlreiche Denkmäler besichtigen: Palazzo Ducale (Herzogspalast), Palazzo Te (Te-Palast), das Mantegna-Haus, das Museum der Diözese u.v.a. Die durch den Po getrennten Gegenden des Basso Mantovano sind Viadanese am linken Ufer und Oltre Po am rechten Ufer.

In Viadana, der größten Gemeinde der Provinz, liegt die Pfarrkirche der Santa Maria in Castello mit ihrem reichen Malereien aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, das Rathaus (1752), der ehemalige Monte-di-Pietà-Palast, in dem sich die Bibliothek und das Stadtmuseum befinden, und die Barockkirche der Santa Maria Annunziata (1626) mit Holzschnitzereien und der wunderschönen Serassi-Orgel. Ein "Muss" ist eine Erholungspause in Sabbioneta, das von Vespasiano Gonzaga als "das kleine Athen" bezeichnet wurde. Die Gegend des Oltre Po ist durch die Existenz der Benediktiner der Polirone von San Benedetto Po geprägt worden, da sie viele Ufergebiete trockengelegt haben und mit ihrem klösterlichen Komplex ein wichtiges Zeugnis hinterlassen haben. Die Basilika wird Giulio Romano zugeschrieben. Heute dient das Kloster als Polirone-Stadtmuseum, in dem viele Dokumente des Klosters und Zeugnisse der Landkultur verwahrt werden. In Quistello liegt die San-Bartolomeo-Kirche aus dem achtzehnten Jahrhundert und im kleinen Dorf Nuvolato kann man die romanische Kirche von San Fiorentino bewundern. Wie alle Grenzdörfer wurde auch Poggio Rusco von der Gonzaga Familie durch eine Festung geschützt. Heute dient der alte Palast, den Luca Fancellis erbaute, als Rathaus. Wir sind nun fast schon am Ende unserer Strecke angekommen und erreichen Revere, rechtes Ufer, und Ostiglia, auf der gegenüberliegenden Uferseite links. Die Straße, die duch Revere und Ostiglia läuft, führt wieder nach Mantua zurück. In Revere gibt es den Palazzo Ducale (1451-1458, Luca Fancelli) zu sehen, Ostiglia dagegen ist für seinen römischen Ursprung und als Geburtsort Cornelio Nepotes bekannt.

Wir danken der Associazione Strada dei Vini e dei Sapori Mantovani

 

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